Freitag, 23:30 Uhr:

Korea verpasst den Einzug ins Viertelfinale.
Portugals Topspieler Jorge Theriaga, bereits abgeschlagen, zeigte
noch einmal sein Können, dass ihm in früheren Jahren
sogar den Weltcup-Gesamtsieg einbrachte. Er besiegte den Koreaner
Dong Choi Jael glatt in zwei Sätzen. Damit wurde das Ergebnis
der Parallelpartie zwischen Dänemark und Schweden zur Nebensache,
da die Asiaten keinen der Beiden in der Tabelle noch überholen
konnten. Auch Rui Costa gewann sein letztes Auftreten bei den
diesjährigen Titelkämpfen in Viersen, trotzdem behielt
die portugisische Mannschaft die rote Laterne in der Gruppe D.
Torbjörn Blomdahl siegte in drei Sätzen
gegen den Dänen Jacob Haack-Sörensen, während Michael
Nilsson mit dem gleichen Ergebnis gegen Tonny Carlsen verlor.
Schiedlich freidlich unentschieden trennten sich die beiden Nordeuropäer.
Schweden trifft nun als Gruppensieger auf den Zweiten der Gruppe
A, voraussichtlich auf den Sieger der Partie Japan gegen Vietnam.
Dänemark muss sich mit dem Sieger der Gruppe A, möglicherweise
die Niederlande, auseinander setzen.
21:30 Uhr:
Der Titelverteidiger Türkei muss bereits
nach der Vorrunde die Koffer packen. Die türkische Nr. 1
Yilmaz Özcan verlor knapp mit 11:15 und 13:15 gegen Daniel
Sanchez aus Spanien. Özcan, der zu diesem Zeitpunkt noch
keinen Satz abgegeben hatte, musste sich dem Weltranglistenersten
Sanchez beugen. Von diesem Sieg beflügelt kam auch der zweite
Spanier Raul Hernandez endlich in Fahrt. Er lief zwar schnell
einer Satzführung von Adnan Yüksel hinterher, hatte
dann aber seine Nerven besser im Griff als der Türke.
Auf den Paralleltischen kam Griechenland gegen
Mexiko zu einem 4:1-Sieg, der im Ergebnis deutlicher aussah als
er wirklich war. Filipos Kasidokostas hatte in beiden gewonnenen
Sätzen Satz- bzw. Matchball gegen sich, die der Mexiakner
Perez jedoch nicht nutzte. An Billard 1 lief die bislang beste
Partie der WM, in der Nikos Polychronopoulos gegen Almaraz in
3 Aufnahmen zu Null gewann. Wenig schokiert von diesem Ergebnis
begann Almaraz den Zweiten Satz gleich mit 10 Points vom Anfangsball
an. Der Grieche konterte sofort und kam mit 6 und 5 gleich wieder
ran. In der 8. Aufnahme gelang Polychronopoulos der Matchball
im zweiten Versuch.
Die Griechen erreichen als Sieger der Gruppe
B das Viertelfinale, die Spanier kommen als Zweiter ebenfalls
weiter.
19:00 Uhr:
Deutschland und Belgien überstehen die Vorrunde mit leichten
Blessuren

Das deutsche Team mit Martin Horn und Christian
Rudolph setzt sich in Gruppe C bereits vor dem letzten Spiel durch.
Ein ungefährdeter und vor allem verlustsatzfreier Sieg von
Rudolph gegen den Franzosen Jean-Christophe Roux bringt die Deutschen
ins Viertelfinale. Da gleichzeitig Martin Horn seinem Kontrahenten
Jeremy Bury einen Satz abgenommen hatte, liegt die Ausrichtermannschaft
uneinholbar vor Frankreich. Bury hat zwar den zweiten und dritten
Satz für sich entschieden, aber das Satzverhältnis von
2:3 im Spiel gegen die Deutschen bricht Frankreich das Genick.
Ob für Horn und Rudolph eine Plazierung vor oder hinter den
Belgiern heraus kommt, ist für das Weiterkommen unerheblich.
Die beiden Eddys aus Belgien sind ebenfalls
qualifiziert, da auch sie mit gleichem Match- Partie- und Satzpunkte
wie Deutschland nicht mehr einzuholen sind. Eddy Merckx deklassierte
Ihab El Messery aus Ägypten mit 15:9 und 15:9 in 6 und 10
Aufnahmen. Überraschenderweise siegte in einem hart umkämpften
Match der ägyptische Neuling Hamdi Badr in drei Sätzen
gegen Eddy Leppens.
16:30 Uhr:
Auch die favorisierten Niederländer müssen
einsehen, dass das Weiterkommen in der Gruppe A kein Selbstläufer
ist. Trotz der Weltklasseleistung des amtierenden Einzelweltmeisters
Dick Jaspers kamen die Holländer nur zu einem Unentschieden
gegen Japan. Jaspers deklassierte seinen Gegner Tatsuo Arai in
6 und 8 Aufnahmen mit 15:3 und 15:5. Sein Partner Jean-Paul de
Bruijn hingegen verlor nach verschossenem Satzball den ersten
Satz und blieb auch im zweiten Satz dem Japaner Ruiji Umeda nur
auf den Fersen. Am Ende reichte es für Umeda. In Gruppe A
ist deshalb noch keine Entscheidung fürs Viertelfinale gefallen.
Gerhard Kostistansky, die österreichische
Nr. 1 vergibt einen relativ einfachen Matchball im Spiel gegen
Vietnam. Auch der zweite Matchball verfehlte sein Ziel und Ahn
Vu Duong beendete zu seinen Gunsten. Da auch Herbert Szivacz seinem
Gegner Dinh Tien Dang kein Paroli bieten konnte, steht das Ausscheiden
der Alpenländer fest. Vietnam behält alle Chancen, durch
einen Sieg gegen Nachbarn Japan im Turnier zu bleiben. Hier kommt
es zum direkten Showdown der Asiaten, wobei den Japanern bereits
ein Unentschieden zum Erreichen des Viertelfinales genügt.
Für die Niederlande reicht ein einziger Satzgewinn gegen
Österreich, um die Titelchance zu wahren.
14:00 Uhr:
Die Ambitionen der als Titelaspirant eingestuften
Schweden erhielten im Spiel gegen Korea einen Dämpfer. Michael
Nilsson an Brett 2 musste sich nach mäßigem Spiel eine
Niederlage einstecken. In insgesamt schwachen 42 Aufnahmen verlor
er gegen Hong Ki Lee mit 9:15, 15:12 und 8:15. Auch Torbjörn
Blomdahl hatte deutlich mehr Mühe, obwohl er im ersten Satz
in nur zwei Aufnahmen glänzte. Nachdem der zweite Satz für
Dong Choi Jae entschieden wurde, schrappte Blomdahl nur knapp
an einer Niederlage vorbei. Jae führte bereits mit 11:4,
als der Schwede mit einer 7er-Serie zum Ausgleich und direkt darauf
mit weiteren vier Points ausstiess.
Für Portugal steht nach einer 1:4-Niederlage
gegen Dänemark bereits fest, dass ein Erreichen des Viertelfinales
nicht mehr möglich ist. Jorge Theriaga rang dem Dänen
Jacob Haack-Sörensen einen Satz ab. Tonny Carlsen hingegen
rehabilitierte sich nach der verlorenen Erstrundenpartie durch
einen ungefährdeten Sieg gegen Manuel Rui Costa. In der Gruppe
D bleibt es bis zum Schluss spannend. Nur ein Sieg bringt die
Koreaner gegen Portugal auf eigener Kraft in die Runde der letzten
Acht. Auch Dänemark und Schweden, die im letzten Match der
Gruppe D aufeinander treffen, ist nur der Sieger weiter. Sollte
Korea allerdings patzen, würde ein Remie beide Nordeuropäer
weiter bringen.
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