Samstag, 0:30 Uhr
Deutschland zieht nach bravorösem Kampf ins Halbfinale
ein und trifft am Sonntag um 11 Uhr auf die Niederlande. Ebenfalls
um den Einzug ins Endspiel kämpfen zur gleichen Zeit Belgien
und Schweden.
Der Sportsoldat Martin Horn erkämpfte
in einem an Spannung nicht zu überbietenden Viertelfinale
die griechische Nummer 1 Nikos Polychronopoulos in einem Fünfsatzkrimi.
Am Ende hatte Horn die Nase vorn und legte mit seinem Sieg und
den hervorragenden Einzelergebnissen den Grundstein zum Weiterkommen.
Er nahm seinem Gegner im Verlauf des Matches 16 Bälle ab,
d.h. er füllte das deutsche Ballkonto mit 64 Points, Griechenland
kam nur auf 48.
Christian Rudolph lag Punktemäßig auch stets in Führung,
musste allerdings im vierten Satz zittern. Wenn der Grieche Filipos
Kasidokostas bei 2:1 Satzführung auch den vierten Satz gewinnt,
wäre Deutschland raus aus dem Turnier. Rudolph behielt jedoch
seine Nerven im Zaum und holte sich Satz 4 mit 15:10. Dadurch
waren die Deutschen uneinholbar vorne, da auch Rudolph seinem
Kontrahenten 8 Points abnahm. Selbst bei einem möglichen
Satzgleichstand wurde den Griechen das schlechte Ballverhältnis
zum Verhängnis. In einem Satz bis 15 sind keine 24 Bälle
Rückstand aufzuholen, der fünfte Satz wurde deshalb
gar nicht mehr angepfiffen.
23:30 Uhr
Belgien kam gegen Spanien zu einem ungefährdten
Sieg. Auch hier entschied sich das Match am zweiten Brett, wo
Eddy Leppens ohne Satzverlust gegen die spanische Nr. 2 Raul Hernandez
gewann. Mit einem GD von 1,500 zeigte auch Leppens erstmalig,
wozu er im Dreiband im Stande ist. Obwohl parallel dazu Eddy Merckx
zunächst einem Satzrückstand hinterher laufen musste,
ließ er im Verlauf des restlichen Spiels keine Zweifel mehr
aufkommen. Der spanische Weltranglistenerste Daniel Sanchez musste
sich mit 3:1 in Sätzen geschlagen geben.
Belgien trifft nun im Halbfinale morgen um 11 Uhr auf Schweden.
21:00 Uhr
Als erste Mannschaften qualifizieren sich die Niederlande
und Schweden für die Vorschlußrunde.

Jean-Paul de Bruijn spielte seine beste Partie
im laufenden Wettbewerb. In 6, 5 und 8 Aufnahmen deklassierte
er seinen dänischen Gegner Tonny Carlsen mit 15:11, 15:3
und 15:6. Er spielte dabei den Traumdurchschnitt von 2,368. Dick
Jaspers musste zunächst vom Stuhl aus zusehen, wie Jacob
Haack-Sörensen den ersten Satz locker einfuhr. Im zweiten
Satz stand alles auf des Messers Schneide. Da de Bruijn zu diesem
Zeitpunkt ohne Satzverlust blieb, genügte Dick Japsers ein
einziger gewonnener Satz, um das Match für die Niederlande
zu entschieden. Jaspers holte sich mit 15:13 diesen ersehnten
zweiten Satz, sodass die Holländer uneinholbar vorne lagen.
Im zweiten Viertelfinale zwischen Schweden
und Japan war es spannender. Nach über zwei Stunden hatten
alle Akteure 2 Sätze auf der Habenseite, jede Partie musste
im fünften Satz entschieden werden. Zunächst gelang
es Michael Nilsson gegen Ruiji Umeda, seinen dritten Matchball
zu verwandeln. Wenn gleichzeitig Tatsuo Arai gegen Torbjörn
Blomdahl gewinnt, hätte die Anzahl der Karambolagen das Spiel
entschieden. Aber zu dieser Rechnerei kam es nicht mehr, da Blomdahl,
wenn auch knapp, den Entscheidungssatz mit 15:14 für sich
entschied.
Die Niederlande trifft morgen um 11 Uhr auf
den Sieger der Partie Griechenland gegen Deutschland. Im zweiten
Halbfinale messen sich die Schweden mit dem Sieger zwischen Belgien
und Spanien.
15:30 Uhr:
Deutschland ist nur Gruppenzweiter hinter Belgien
und trifft so im Viertelfinale auf Griechenland

Die Vorrunden sind komplett, die besten acht
haben sich herauskristallisiert. Die für 18 Uhr terminierten
Spiele standen bereits seit einer Weile fest: Schweden gegen Japan
und die Niederlande gegen Dänemark. In den späten Viertelfinalbegegnungen
ab 21 Uhr muss nun Belgien gegen Spanien und Griechenland gegen
Deutschland antreten.
Nur vier Points gaben den Ausschlag bei gleichem
Partie- und Satzverhältnis zu gunbsten der Belgier. In einer
spannenden Kampfpartie lagen Martin Horn und Christian Rudolph
schnell mit Satzrückstand hinten. Im zweiten Satz drehten
sie das Spiel und konnten beide ausgleichen. Christian Rudolph
hatte nach nur 5 Aufnahmen seinen ersten Matchpunkt, Eddy Leppens
für Belgien hatte erst 9. Aber die Chancen die Leppens sich
in der darauffolgenden Aufnahme bot, ergriff er, legte 5 nach
zum 14:14. Auch er vergab einen Matchball. Rudolph lies sich nicht
noch einmal bitten und schoß Deutschland in Front. Der Sportsoldat
Martin Horn lag zu diesem Zeitpunkt gegen Eddy Merckx bereits
mit 13:4 hinten. Leider verkürzte Horn nur noch auf 13:10,
als die Abwehr nicht 100 prozentig funktionierte und Merckx die
Partie für Belgien entschied.
Die für das Weiterkommen uninteressante
Partie zwischen Frankreich und Ägypten endete mit 4:1 für
Frankreich. Jerermy Bury ließ gegen Ihab El Messery nichts
anbrennen und gewann in 10 und 14 Aufnahmen. Etwas mehr Probleme
bereitete es Jean-Christophe Roux, der sein Match mit einer 10er
Serie eröffnete. Den zweiten Satz holte sich Hamdi Badr,
der dritte Satz ging wieder deutlich an den Franzosen.
13:00 Uhr:
Die Niederlande wurde Ihrer Favoritenrolle
gerecht. Ein ungefährdeter Sieg der Holländer im letzten
Gruppenspiel gegen Österreich sicherte Dick Jaspers und Jean-Paul
de Bruijn den Sieg in der Gruppe A. Sowohl der amtierende Einzelweltmeister
Jaspers wie auch sein Teamgefährte de Bruijn mussten in den
dritten Satz, haben diesen jedoch deutlich für sich entschieden.
Gerhard Kostistansky und Herbert Szivacz aus Österreich bleiben
auch im letzten Gruppenspiel ohne Matchpunkt.
Um den zweiten Platz der Gruppe A kämpften
Japan und Vietnam. Ein Unentschieden für Tatsuo Arai und
Ruiji Umeda löste das Viertelfinalticket für den vierfachen
Weltmeister Japan. Vietnam mit Anh Vu Duong und Dinh Tien Dang
musst esich mit Platz 3 in dieser Vorrundengruppe begnügen.
An Billard 1 setzte sich der Vietnamese glatt in zwei Sätzen
durch. Am Paralleltisch verpasste der vietnamesische Spieler nach
vergebenem Satzball die Satzführung, die Japan erheblich
unter Druck gesetzt hätte. Im zweiten Satz hatte Umeda für
Japan dann leichtes Spiel und gewann mit 15:8 in 8 Aufnahmen.
Nach dem 19 Rang bei den Titelkämpfen von 2003 ist mit Vietnam,
die erst zum zweiten Mal dabei sind, eine nicht zu unterschätzende
Nation hinzugekommen.
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