Der erste Tag der Weltmeisterschaft brachte bislang wenig Überraschendes. Auch in der letzten Spielrunde passierte, was die Experten prognostizierten: Vietnam genügte ein Unentschieden gegen Österreich, um in die Hauptrunde einzuziehen. Andreas Horvath gewann seine Partie gegen Chi Tranh Tran zwar verlustsatzfrei, Andreas Efler hatte aber dem bravourös aufspielenden Vietnamesen Anh Vu Doung nicht genug entgegen zu setzen. Ein guter zweiter Satz brachte Efler kurzzeitig wieder ins Match zurück, er ließ sich dann aber bei leichter Führung mit einer 7er Serie den Schneid abkaufen. Am Ende triumpfierte Anh Vu und damit die Südostasiaten.
Die Griechen, die wegen des Generalstreiks in ihrer Heimat erst verspätet am Turnierort eintrafen, hatten sich zur entscheidenden Partie gegen die B-Mannschaft aus Schweden akklimatisiert. Filipos Kasidokostas und Nikos Polychronopoulos gewannen jeweils deutlich mit 2:0 und stehen nun im Ranking der Gruppenersten aufgrund des besseren Satzverhältnisses vor Vietnam. Damit kann Griechenland nicht in die Gruppe der Deuschen kommen, Vietnam nicht in die Gruppe mit Japan und den Niederlanden. Wo diese beiden Teams allerdings landen, kann man erst nach Ausgang der anderen beiden Gruppen C und D sagen. Der beste Vorrundensieger spielt in Gruppe E, der zweitbeste in Gruppe F, der Dritte in G und der schlechteste Gruppensieger trifft in Gruppe H auf Deutschland und Belgien.
Erwartungsgemäß endeten beide Matche des vierten Durchgangs. Sowohl Frankreich gegen Luxemburg als auch Portugal gegen Montenegro waren ungefährdete 4:0-Siege. Damit blieb es den Neulingen aus Montenegro verwehrt, wenigsten einen Satz auf der Habenseite zu verbuchen. Auch die Mannschaft aus Luxemburg schaffte es nicht, einem etablierten Gegner einen Satz abzunehmen.
Sowohl in der Gruppe C als auch in der Gruppe D bleibt es also spannend vor deren letzten Spielrunde am morgigen Freitag. Nur aufgrund des besseren Mannschaftsdurchschnitts rangieren die Franzosen vor Ägypten in Gruppe C und Korea vor Portugal in Gruppe D. In den Eröffnungspartien des zweiten Tages geht es deshalb für alle Vier darum, wenigstens einen Satz pro Mannschaft mehr zu gewinnen als der Gegner, was dann zum Weiterkommen ausreicht.
Die Schweiz ist als erstes Team ausgeschieden. Ein Unentschieden gegen den Nachbarn Österreich reichte nicht, um die Vorrunde zu überleben. Überraschend schlug der Schweizer René Hendriksen den für den deuschen Bundesligisten ATSV Erlangen startenden Andreas Efler. Parallel dazu gewann der Österreicher Andreas Horvath in 10 und 11 Aufnahmen souverän gegen Torsten Danielsson.
Auch die Tschechen müssen bereits nach der Vorrunde ihre Koffer packen. Auch hier war die Punkteteilung gegen Griechenland zu wenig. Mit 2:2 Matchpunkten kann man zwar mit den anderen Gruppengegnern gleichziehen, aber das negative Satzpunkteverhältnis wird Griechenland oder Schweden B überbieten.
17:00 Uhr
Die erste Spielrunde in den Vorrunden ist vorbei.
In der Gruppe A gab es ein Remie zwischen der B-Mannschaft von
Titelverteidiger Schweden und Tschechien. Das positive Satzverhältnis
bringt den Schweden eine längere Pause, sie spielen erst
um 20 Uhr gegen die inzwischen eingetroffenen Griechen. Die Tschechen
beginnen ihr letztes Vorrundengruppenspiel jetzt.
Vietnam setzte sich mit 4:1 gegen die Schweiz durch. Damit treffen in der nächsten Spielrunde zunächst die beiden Alpenländer gegen einander. Erst in der Runde um 20 Uhr kommt es dann zum Showdown zwischen Österreich und den Vietnamesen.
Erstaunlich souverän deklassierte in Gruppe D die koreanische Mannschaft das Newcomer-Team aus Montenegro. Mit einem MannschaftsGD von über 1,7 spielten sie ihre Gegner förmlich an die Wand. Sowohl Sung Won Choi als auch Kim Kyoun-Roul setzten sich sofort an die Spitze der Einzelrangliste.
Auch WM-Neuling Luxemburg verlor deutlich 0:4 gegen die Ägypter Ihab El Messery und Hesham Saad.
13:00 Uhr

Die Kugeln rollen. Als letzte Änderung ergab sich, dass die Tschechen mit Vlastislav Tautermann an Brett 2 auflaufen, da Ivo Gazdos ausgefallen ist. Martin Bohac rückt damit ans erste Brett dieser Mannschaft. Novum bei der Eröffnung: eine Mannschaft fehlte entschuldigt. Aufgrund des Generalstreiks in Griechenland sitzen die Hellenen mit Filipos Kasidokostas und Nikos Polychronopoulos während der Eröffnungszeremonie noch im Flugzeug.
Auch in diesem Jahr versuchen wir wieder, einen Livestream des Spiels an Billard 1 im Internet anzubieten. Wir hoffen, dies dauerhaft und in ausreichernder Qualität über das gesamte Turnier bereit zu stellen.