In nur 3 Aufnahmen gewinnt Martin Horn seinen ersten Satz,
wobei er mit der Tageshöchstserie von 11 die Partie ausstieß.
Höchststrafe für den Tschechen: er blieb ohne eigenen
Punkt, durfte aber auch nur zwei Mal an den Tisch. Auch die 12
Aufnahmen für den zweiten Satz gegen Martin Bohac zeigten,
in welch fabelhafter Form sich der aktuelle Siebte der Weltrangliste
befindet.
Christian Rudolph tat sich zu Beginn des zweiten Satzen etwas
schwer, nachdem er Satz 1 klar mit 15:7 für sich entschied.
Am Ende hatte er trotzdem die Nase vorn und bescherte Deutschland
damit einen glatten 2:0 (4:0) Sieg. Damit steht fest, dass die
Deutschen zumindest Platz 2 ihrer Vorrunde einnehmen, auch wenn
ein weiterer Sieg gegen die Griechen am morgigen Freitag fest
eingeplant ist.
Ähnlich stark präsentierte sich Eddy Merckx aus Belgien, der seinen Kontrahenten Jérémy Bury mit 15:11 in 9 und 15:7 in 7 Aufnahmen in seine Schranken wieß. Jerome Barbeillon glich für die Franzosen aus, in dem er Roland Forthomme im entscheidenden dritten Satz mit 15:1 abschoß. Die Franzosen verbleiben auf jeden Fall im Turnier, sind aber noch nicht fürs Viertelfinale qualifiziert. Da Belgien ein besseres Satzverhältnis hat, reicht ihnen selbst ein knapper Sieg im morgigen Match gegen Vietnam. Sollte dies Spiel allerdings unentschieden enden, müssen die Belgier versuchen, durch die Zwischenrunde Kurs auf das Viertelfinale zu nehmen.
Portugal wurde zum Sparringspartner degradiert und hatte den starken Schweden bei deren ersten Auftritt in Viersen 2009 wenig entgegen zu setzen. Torbjörn Blomdahl und Michael Nillsson nehmen Kurs auf den 5. Titel in Folge mit einem ungefährdeten 2:0 Sieg ohne Satzverlust.
An den anderen Tischen revanchierte sich Korea für das enttäuschende Unentschieden gegen Ägypten. Die Asiaten deklassierten Vorjahresvize Niederlande satzverlustfrei mit 2:0 (4:0). Damit kann Korea schon so gut wie sicher für das Vierelfinale planen, den Holländern hilft nur noch ein Sieg gegen Ägypten, um wenigstens die Zwischenrunde der Gruppenzweiten zu erreichen. Hier rächt es sich, dass die Niederländer ohne ihren Weltranglistenersten Dick Jaspers ins Turnier gestartet sind.

Bereits den ganzen Tag begleiten Fotoreporter die Spieler, die Eröffnungsfeier und auch die Matches und haben eine gelungene Auswahl von Bildern des ersten Wettkampftages in einer eigenen Galerie im Internet bereitgestellt. Diese Fotogalerie wird in den kommenden Tagen stetig ergänzt.
Ohne Überraschung endeten die ersten Spiele der Gruppen E und F. Japan setzte sich genauso leicht und sicher gegen die Schweiz durch wie auch Dänemark gegen Montenegro. Ryuji Umeda und Tsuyoshi Suzuki blieben ohne Satzverlust. Rene Hendriksen, die schweizer Nummer 1 gestaltete den ersten Satz noch spannend, verlor den zweiten aber mit 15:7 deutlich. Sein Teamgefährte Torsten Danielsson war im Satz 1 chancenlos und kam im zweiten Satz auf 12 Points.
Dänemarks zweites Brett Tonny Carlsen mühte sich im ersten Satz, den er erst nach 23 Aufnahmen für sich entschied. Aber auch im zweiten Satz blieb der Montenegriner Danilo Brajovic bei 15:3 ohne jegliche Chance. Dion Nelin schlug Milan Nedovic ebenso klar und stieß beide Sätze mit 15:6 aus. Dänemark muss sich jetzt in der ersten Partie morgen früh um 11 Uhr mit den Türken messen, Japan bekommt es mit dem Dritten des jetzten Jahres Spanien zu tun.
17:00 Uhr: Deutschlands erster Gegner heißt Tschechien
Überraschend spielte die tschechischen Republik unentschieden gegen Griechenland, die schmerzlich ihre Topspieler Polychronopoulos und Kasidokostas vermisst. Kostas Papakostantinou gewann zwar glatt in zwei Sätzen gegen Martin Bohac, gleichzeitig stand aber der Viersen-Debütant Kostas Antonatos total neben sich und verlor mit einem indiskutablen Ergebnis gegen den Tschechen an Brett 2 Radek Novak. Die Partie von nur 0,280 zog den Mannschaftsdurchschnitt der Griechen so sehr in den Keller, dass sie jetzt erst moren nachmittag gegen Deutschland wieder an die Tische dürfen. Bereits heute abend gegen 20 Uhr treffen Martin Horn und Christian Rudolph nun auf die Tschechen.
Im parallel stattfindenden Match schug Frankreich mit Jérémy Bury und Jerome Barbeillon das Team aus Vietnam mit 4:1. Damit kommt es zeitgleich zum Kampf der Deutschen zum Aufeinandertreffen der Nachbarn aus Belgien und Frankreich.
Die favorisierten Koreaner haben ihr Auftaktmatch gegen Ägypten nur 1:1 (3:3) gespielt. Der Weltranglsiten-Sechste Kim Kyung-Roul gewann schnell Satz 1 mit 15:9. Der Ägypter Sameh Sidhom glich aus und entschied Satz 3 denkbar knapp mit 15:14 für sich. Parallel verlor Ihab El Messery gegen Kang Dong Gung mit 1:2. Der bessere Mannschaftdurchschnitt Koreas sorgt dafür, dass die Asiaten zuerst gegen Vorjahres-Vize Niederlande an die Tische gehen müssen, heute bereits um 18 Uhr.
Österreich verlor deutlich gegen Portugal mit 1:4. Sowohl Andreas Efler als auch Andreas Kronlachner waren den Portugiesen Manuel Rui Costa und Manuel Oliveira unterlegen, wobei die Leistung von Kronlachner bei seinem WM-Debüt zu wünschen übrig ließ. Damit spielt Titelverteidiger Schweden heute am frühen Abend zunächst gegen Portugal. Österreich muss sich mit den Seriensiegern Blomdahl und Nilsson erst Morgen ausinander setzen.
Livestreams in neuer Qualität
Erstmalig gibt es von der Billard-WM gleichzeitig zwei Livestreams, die in einer deutlich verbesserten Qualität angeboten werden. Youreventlive aus den Niederlanden hat in der Festhalle vier beweliche Kameras augebaut, wovon 2 Kameras für das Match auf den Billards 1 und 2 verfolgen, zwei weitere für das parallel stattfindende Spiel auf den Tischen 3 und 4. Über youreventlive sind später DVD-Mitschnitte dieser Liveaufnahmen erhältlich.
Mannschaftsumstellung bei den Tschechen
Das Team der Tschechen ist neu aufgestellt. Anstelle von Kohout und Gazdos kommen Martin Bohac und Radek Novak aus Tschechien nach Viersen. Diese Mannschaft spielt in der Vorrunde D und trifft deshalb bereits am ersten Turniertag auf Deutschland.
Schweden das Maß aller Dinge
18 Teams aus 18 Nationen gehen auf Titeljagd
(dbu-presse) Schweden war in den letzten Jahren das Maß aller Dinge bei der Team-Weltmeisterschaft im Dreibandbillard in Viersen: Torbjorn Blomdahl und Michael Nilsson sind seit 2005 ungeschlagen und peilen in diesem Jahr vom 5. bis zum 8. März in der Festhalle ihren fünften Titel in Folge an. Blomdahl gar ist der erfolgreichste Spieler aller Zeiten bei diesen Titelkämpfen: Schon acht Mal stand er im Weltmeister-Team.
Klar: Die Koreaner haben im Vorjahres-Halbfinale gezeigt, dass Schweden nicht unschlagbar ist; die Skandinavier standen am Rand einer Niederlage. Aber hier zeigt sich auch einer der Gründe für die Erfolgsserie der Schweden: Unter Druck können sie sogar noch zulegen. Die Klasse eines Torbjorn Blomdahl und die Nervenstärke von Michael Nilsson bilden eine einzigartige Kombination.
Deutschland wird auch in diesem Jahr wieder durch Martin Horn (Essen) und Christian Rudolph (Köln) vertreten. Die Weltmeister von 2002 sind im Vorjahr im Viertelfinale gescheitert. In diesem Jahr aber soll endlich auch wieder der Schlusstag mit deutscher Beteiligung ablaufen. Das Halbfinale ist also Pflicht.
18 Teams aus 18 Nationen gehen in der Festhalle ins Rennen um den Titel. Die Vorrunde bestreiten sie in sechs Dreiergruppen; die Gruppensieger sind direkt für das Viertelfinale qualifiziert. Aber auch der Kampf um Platz in den Gruppen wird in diesem Jahr spannend, denn die sechs Gruppenzweiten bekommen eine zweite Chance: Sie bestreiten eine zweite Gruppenrunde in zwei Dreiergruppen. Die beiden Sieger dieser Gruppen rücken ins Viertelfinale nach. Ab dann geht es im K.o.-System weiter.
Eröffnet werden die Titelkämpfe in der Viersener
Festhalle am 5. März um 11:00 Uhr. Tickets für die Weltmeisterschaft
im Vorverkauf beim Extra Tipp Viersen und im Viersener Bürgerbüro
sowie während der WM dann an der Tageskasse. Schirmherr der
WM ist wieder Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen.
(Rolf Kalb)