Mit einem 2:0-Erfolg über Portugal startete die Niederlande in die Zwischenrunde und wahrte damit die Chance, nachträglich das Viertelfinalticket noch zu lösen. Den Grundstein zum Sieg legte Jean van Erp durch sein 15:10, 15:8 über Manuel Oliveira. Jean Paul de Bruijn hatte gegen Rui Manuel Costa zwar den ersten Satz mit 15:8 klar gewonnen, doch dann glich der Portugiese mit 15:9 aus. Im Entscheidungssatz bis sich dann aber de Bruijn mit 15:13 durch und brachte so zwei wichtige Punkte unter Dach und Fach.
Griechenland und die Türkei dagegen trennten sich unentschieden. Auch bei den Sätzen waren die beiden Erzrivalen mit 3:3 gleichauf. Während Tayfun Tasdemir für die Türkei punktete feierte Kostas Antonatos seinen ersten Sieg überhaupt in Viersen. Tasdemir aber schaffte mit 12 Punkten eine neue höchste Serie für die bisherige WM auf.

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Spanien hat in der Gruppe E doch noch geschafft, sich als Gruppensieger direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Nach dem 2:0 über die Schweiz waren die Spanier punkt- und satzgleich mit Japan, hatte aber den besseren Schnitt aufzuweisen. Damit verwiesen die Iberer Japan doch noch in die Zwischenrunde. Daniel Sanchez legte den Grundstein für Spanien mit einem 15:3 und 15:10 (5 und 12 Aufnahmen) über René Hendriksen. Sein Teamgefährte Ruben Legazpi musste im ersten Satz beim 15:13 über Torsten Danielsson zittern, war im zweiten Satz mit 15:8 aber sich.
Zur gleichen Zeit bezwang die Türkei Montenegro ebenfalls mit 2:0 und belegte damit Platz zwei in der Gruppe F hinter Dänemark. Tayfun Tasdemir und Lüfti Cenet bezwangen Milan Nedovic und Danilo Brajovic ohne Satzverlust und überließen ihren Gegnern insgesamt nur 22 Punkte.
Neben Spanien stehen bereits Titelverteidiger Schweden, Dänemark, Korea, Frankreich und Gastgeber Deutschland im Viertelfinale. In der Zwischenrunde kämpfen in der Gruppe G Japan, Portugal und die Niederlande um ihre letzte Chance, in der Gruppe H Belien, die Türkei und Griechenland.
17:00 Uhr: Deutschland erreicht ungeschlagen das Viertelfinale
Gastgeber Deutschland hat sich bei der Jubiläums-Weltmeisterschaft in Viersen auf direktem Weg für das Viertelfinale qualifiziert. Nach dem 2:0 über Griechenland sind Martin Horn und Christian Rudolph als Gruppensieger für die Runde der letzten acht qualifiziert. Schnell hatte Christian Rudolph in 12 und 7 Aufnahmen gegen Kostas Antonatos gewonnen und damit den deutschen Gruppensieg perfekt gemacht; der Grieche machte insgesamt nur sechs Punkte. Martin Horn musste gegen Kostas Papakostantinou mehr kämpfen, nachdem er den zweiten Satz knapp mit 13:15 verloren hatte. Im dritten Durchgang machte der Deutsche Meister mit 15:8 in nur sechs Aufnahmen aber alles klar und sorgte dafür, dass die Gastgeber ihre weiße Weste behielten.
Belgien rettete sich unterdessen durch ein 1:1 gegen Vietnam als Gruppenzweiter hinter Frankreich in die Zwischenrunde und hat dort eine zweite Chance, das Ticket für das Viertelfinale zu lösen. Roland Forthomme gewann für Belgien gegen Ngo Dinh Nai klar mit 15:1 und 15:5, doch Duong Anh Vu schaffte mit 15:13 und 15:8 über Ex-Weltmeister Eddy Merckx für die große Überraschung. Trotz dieses Prestigeerfolges ist Vietnam aber nach der Vorrunde bereits ausgeschieden.
15:00 Uhr: Holland zittert sich in die Zwischenrunde
Die Niederländer waren dazu verdammt, Ägypten zu besiegen, um weiterhin im Turnier zu bleiben. Ansonsten wäre die Blamage perfekt gewesen als Vorrundenletzter hinter Korea und Ägypten die Heimreise antreten zu müssen. Jean van Erp machte mit Ihab El Messery kurzen Prozess. Er gewann in 7 und 12 Aufnahmen locker mit 15:3 und 15:9 und bereitete damit zumindest die Qualifikation für die Zwischenrunde vor. An Brett 1 kämpte sich Jean-Paul de Brujin über 17 lange Aufnahmen zur 1:0 Satzführung. Im zweiten Satz Satz konterte Sameh Sidhom beim Stand von 4:5 mit einer 10er Serie, verwandelte aber erst den 3. Satzball zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Leider verließ den jungen Ägypter der Mut im Entscheidungssatz und de Brujin sicherte mit 15:8 das Weiterkommen für den Vizeweltmeister.
Im anderen Match warfen die Schweden mit einer sehr guten Leistung die Österreicher aus dem Turnier. Im ersten Satz hielt Andreas Efler gegen Torbjörn Blomdahl noch mit, verlor nur knapp mit 12:15 in 10 Aufnahmen. Im zweiten Satz zeigte der Weltranglistendritte Blomdahl, warum Schweden zurecht Titelverteidiger ist. Mit 15:3 ging Satz 2 an den Schweden. Andreas Kronlacher entschied den ersten Satz mit 15:13 für sich, hatte dann aber der Kampfkraft eines Michael Nilsson nur noch wenig entgegen zu setzen. Mit 15:8 und 15:11 gingen die Sätze an das Dreikronenteam. Der Siegeszug der Schweden geht weiter Richtung fünftem Titel.
12:30 Uhr: Turbo-Durchgang bei der ersten heutigen Spielrunde
Nach nur 80 Minuten waren beide Matches der ersten Freitagsbegegnung erledigt. Auf allen vier Tischen gab es eine kurze Zweisatzpartie. Dänemark mit Dion Nelin und Tonny Carlsen qualifiziert sich als erste Mannschaft für die KO-Runde. Ohne Satzverlust haben die Dänen gestern gegen die Schweiz vorgelegt, heute bekamen die Türken die gleiche Packung. Nelin schlug Tasdemir in 4 und 14 Aufnahmen. Carlsen musste in Satz 1 zwar über 19 Aufnahmen gehen, zeigte aber im zweiten Satz wieder seine gewohnte Klasse und beendete die Partie in 6 Aufnahmen.
Spanien und Japan trennten sich unentschieden, wobei Daniel Sanchez gegen Ryuji Umeda glatt in zwei Sätzen mit 12:15 und 8:15 unterlag. Ruben Legazpi gewann ebenso glatt beide Sätze mit 15:5 gegen Tsuyoshi Suzuki. Die Spanier dürfen nun im letzten Vorrundenspiel gegen die Schweiz keinen Satz abgeben, wenn sie sich noch vor Japan in der Tabelle behaupten wollen. Schon ein verlorener Satz sorgt dafür, dass sich Spanien in der Zwischenrunde wiederfindet und gegen zwei andere Zweitplatzierte eines der begehrten letzten Viertelfinaltickets erkämpfen muss.