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Offizielle Pressemitteilungen der DBU vom Sonntag, Samstag, FreitagDonnerstag, Montag


Montag, 22.02.:

Ergebnisheft 2016
Das komplette Ergebnisheft dieses Turniers liegt jetzt zum Download bereit. Die Broschüre, die mit einer Auflage von 100 Stück bereits bei der Siegerehrung im Turniersaal an Spieler, Schiedsrichter und Offizielle verteilt wird, kann jetzt auch hier als PDF zur Ansicht oder zum Selbstausdrucken heruntergeladen werden.

Außerdem ist die Online-Datenbank aller Spieler und Spielergebnisse, die seit 1998 von diesem Turnier gepflegt wird, um die diesjährige Meisterschaft erweitert worden. In einer sogenannten Ewigenliste sind inzwischen 265 Spieler gelistet, die in den letzten 19 Jahren am Turnier teilgenommen haben. Sie sind nach Anzahl der Teilnahmen oder nach GD sortiert abrufbar. Seit 2002 sind auch die einzelne Spiele der Akteure verlinkt.

Sonntag, 21.02.:


16:00 Uhr

Niederlande siegt     Podest 
Die Niederlande ist neuer Weltmeister im Dreiband für Nationalmannschaften.  Dick Jaspers und Jean van Erp beerben die Belgiener, die nach vier Titeln in Serie diesmal im Halbfinale von der Türkei gestoppt wurde.
Semih Sayginer, in der Vorschlussrunde noch Garant für den türkischen Sieg, bekam den erneut souverän aufspielenden Hollander Dick Jaspers nicht zu fassen. Jaspers baute seine Führung immer weiter aus und Sayginer war wie vom Pech verfolgt. Gelangte ihm gegen Merckx noch fast alles wie von selbst, traf er im Finale jedes Loch. Wenn ein Ball drum herum passte, traf er die kleinste Lücke. Als van Erp seine Partie ausstieß führte Jaspers bereits mit 28:12 in 14 Aufnahmen. Doch Sayginer begann, Beton anzurühren, um Jaspers den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber dabei machte er zuwenig eigene Punkte und Jaspers versenkte in der 33.Aufnahme den dritten Championship-Point.

Jean van Erp nutzte vorher gnadenlos aus, dass Lüfti Cenet sich in seinem Halbfinale gegen Caudron so verausgabt hat. Nach 11 Aufnahmen stand es bereits 25:3 für den Holländer. Auch eine 8er-Serie brachte den Türken nicht wieder zurück in die Partie. Nach 16 Aufnahmen gelang es van Erp, seinen ersten Matchball zum 40:12 zu verwandeln.

13:30 Uhr

Endlich enttront: der belgische Seriensieger, Weltmeister von 2012-2015, wird abgelöst. Diesmal war für Eddy Merckx und Frédéric Caudron im Halbfinale Schluss. Mit einer fantastischen Leistung und einem MannschaftsGD von fast 3 zerstörten die Türken den Belgiern den Traum der erneuten Titelverteidigung. Semih Sayginer legte los wie die Feuerwehr und machte vom Anfangsball an eine 9er Serie. Nach vier Aufnahmen führte der Türke bereits mit 22 zu 5. Er leistete sich keine Fehlaufnahme mehr und erledigte die Partiedistanz in 11 Aufnahmen. Wie sehr er dabei Merckx schockierte, wurde im Nachstoß deutlich. Beim Stand von 40:19 ließ Merckx sogar diesen Standardball aus. Auch Caudron bekam eine Lehrstunde. Nach sechs Aufnahmen fürte das belgische Ausnahmetalent noch mit 16:13, da machte Lüfti Cenet eine 15er Serie. Drei Fehlaufnahmen des Belgieres folgten, so sehr war er beeindruckt von starken Spiel des Türken. Dann startete Caudron mit 5 Punkten in Folge den Versuch einer Aufholjagd, aber Cenet konterte gleich ebenfalls mit 5. In der 16 Aufnahme war es dann passiert, Belgien war raus aus dem Turnier und die Festhalle Viersen freut sich auf einen neuen Weltmeister.

Dieser neue Titelträger wird im Finale zwischen Türkei A und den Niederlanden ermittelt. Die Holländer schlugen die überraschend ins Halbfinale vorgestoßenen Österreicher. Dick Jaspers spielte dazu die bislang beste Partie des Turniers. Ihm genügten gegen den österreichischen Techniker Arnim Kahofer ganze 10 Aufnahmen, um mit 40:20 zu gewinnen. Bereits in der vierten Aufnahme hatte Jaspers seinem Kontrahenten den Schneid komplett abgekauft . Mit 10 - 1 - 11 und 6  lag er mit 28:1  so gut wie uneinholbar vorne. Das parallel stattfindende Match zwischen Andreas Efler und Jean van Erp wurde zum Krimi. Keiner der beiden Akteure konnte sich absetzen und sie bleiben bis zum Schluss gleich auf. In der 39. Aufnahme machte van Erp aus und gewann 40:37. Bis zuletzt hatten die Österreicher gehofft, dass Efler das Team noch in den Tiebreak bekommt, sodass die Karten neu gemischt würden. Immerhin hatte man im Viertelfinale so die Griechen besiegt. Doch dazu kam es nicht mehr. Trotzdem können die Älpler mit dem Erreichen des Siegerpodestes mehr als zufrieden sein. Sie teilen sich Platz 3 der diesjährigen Wettkämpfe mit Ex-Titelträger Bel gien.